Life Time Moving

Ich hatte das Glück Eltern zu haben, die mich schon als bald zum Babyschwimmen brachten. So erlernte ich von Anfang an das Schwimmen und vor allem meinen Körper wahrzunehmen. Im Kindesalter nahm ich intensiv an Schwimmwettkämpfen teil, bin viel in den Schnee zum Skifahren gewesen und habe gar an einigen Skirennen teilgenommen. Einige Saisons spielte ich in einer Fußballmannschaft. Meine sportliche Grundausbildung war auf einer breiten Basis aufgestellt. Wobei ich jede dieser Sportarten mit viel Ehrgeiz verfolgt habe. Was ich im Rückblick feststelle ist zum einen die körperliche Komponente und auch die mentale Komponente. D.h. früh erworbene koordinative Fähigkeiten kommen mir heute noch zu Gute und der Faktor gelernt zu haben etwas anzufangen und mit Nachdruck zu verfolgen, helfen mir auch in anderen Lebensbereichen. Dieses habe ich meinen Eltern zu verdanken, die mir Konsequenz beigebracht haben, aber mich niemals zum Sport „gezwungen“ haben.

Big Brother

Meinem grossen Bruder als Vorbild, folgte ich ihm im Alter von 13 Jahren zum Triathlon. Er riss sich bei einem seiner Skirennen das Kreuzband. Schwimmen, Laufen, Radfahren, Krafttraining waren schon für die Skirennen fester Bestandteil seines Trainingsprogramms. Da kam ihm die Idee einmal Triathlon zu testen. Dieser Sport damals noch in seinen Anfängen ist einer der vielfältigsten. Skills wie Ausdauer, Kraft, Kraftausdauer, Koordination, mentale Stärke etc. sind gefragt.

So fing ich an das Radtraining in mein Training aufzunehmen, das Laufen gezielter zu trainieren und mein Schwimmen nach und nach zu intensivieren. Es folgten Erfolge wie Podiums bei Deutschen Meisterschaften im Jugend– und Juniorenbereich. Mitglied der Nationalmannschaft. Viel Reiserei in Trainingslager und internationalen Rennen.

Ich begleitete meinen Bruder bei seinen zahlreichen Ironman als Coach. Dieses sollte mir die folgenden Jahre viel an Erfahrung bringen. Die gesamte Vorbereitung bei ihm miterlebt, vor Ort die Tage vor dem Rennen und das Coaching bei Rennen, ermöglichten mir viele Erfahrungen, die ich später umsetzen konnte

Going long

Nach einigen Jahren auf der Kurzdistanz wechselte ich auf die IRONMAN Distanz. Bei den Junioren erreichte ich die Bronze Medaille bei den Weltmeisterschaften.
Meinen ersten Ironman absolvierte ich in der Schweiz. Dort kam ich auf Anhieb auf Platz 12 overall. Darauf folgten Top-10 Platzierungen beim Ironman UK, Ironman Switzerland Ironman Lanzarote, Sieg beim legendären Almere „Ironman“ und eine wegweisender Amateurweltmeistertitel (und Top- 20 bei den Profis) bei den Ironman World Champs in Kona, Hawaii. Nach diesem Titel entschloss ich mich den Profi- Status anzunehmen und von da an noch mehr an mir zu arbeiten.

Mein erstes Profirennen finishte ich direkt auf dem Podium. Mit einem Marathon von 2:43h, lief ich die beste Zeit beim Ironman Austria. Mit der Hawaiiqualifikation machte ich auf den Weg nach San Francisco zur Hawaiivorbereitung. Es ist nicht die beste Stadt zur Vorbereitung. Also, flog ich vier Wochen vor dem „Big Race“ in Kona schon nach Hawaii und bereitete mich dort vor. Mit einem 17. Platz (drittbeste Marathonzeit aller Teilnehmer) war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Das darauf folgende Jahr startete ich spät. Ich konzentrierte mich auf ein Rennen Ende August. Eine lange und harte Vorbereitung in der Hitze von Fuerteventura ermöglichte mir meinen ersten IRONMAN Sieg und zweiten Ironmandistanz Sieg. Es war ein tolles und unvergessliches Gefühl als Erster die Finishline zu überqueren und seit dem zum „M- Dot- Club“ zu gehören. Ironman Champ.

Trotz nur kurzer Regenerationszeit, ging ich noch zum Ironman Hawaii. Leider erwischte mich eine Ohreninfektion. Somit musste ich mit Antibiotka ins Rennen. Die Kraft fehlte mir im Wasser und auf dem Rad. Jedoch wiederum die drittbeste Marathonzeit, verhalf mir zum 17. Platz. Top- 20 auf Hawaii ist immer gut!

Hochmotiviert startete ich in die Saison 2009. Mein Ziel war vor allem die Verteidigung meines Ironmantitels. Ich wählte den Ironman Coeur d‘ Alene als erstes Rennen des Jahre. Mit einem dritten Platz war ich zufrieden mit dem Saisonstart.
Dann stand eine lange Vorbereitung in den USA auf den Ironman Louisville statt. Leider konnte ich meinen Titel nicht verteidigen und landete auf dem 5. Platz. Auch die beste des Laufzeit des Tages, reichte nicht, auf das Podium zu steigen.

Schicksalsschlag

So wählte ich für Mitte November den Ironman Arizona als letztes Highlight des Jahres. Bevor ich in meine vier wöchige Vorbereitung in mein liebstes Trainingsresort, Playitas, auf Fuerteventura ging, nahm ich noch am Marathon meiner Heimatstadt teil. Ich habe ihn als lange Trainingseinheit mitgenommen. Nüchtern vor dem Frühstück in 2:48h und das ohne besondere Anstrengung. Somit stimmte der Grundform schon. Das Training lief im Weiteren bestens. Austrainiert und gut regeneriert landete ich in Arizona. Alle Zeichen standen Richtung Sieg. Doch dann erwischte mich bei einer „Einkaufsfahrt“ mit dem Fahrrad ein Auto frontal. Mit durchtrenntem Schienbeinmuskel lag ich blutend auf dem Asphalt. Vom Notarztwagen abgeholt, wurde ich im Krankenhaus behandelt. Mehrere Operationen waren nötig. Die Gefahr mein Bein zu verlieren bestand gar.
Nicht nur akut das Rennen nicht absolvieren zu können schmerzte, sondern vor allem auch die Folgen. Mehrere Brüche, der durchtrennte Muskel und die üblichen Blessuren eines solchen Unfalls, zwangen mich zu einer langen ReHa. Ich bin bis an meine Grenzen gegangen, um schnellstmöglich und vor allem alle meine Körperfunktionen wieder zu erlangen und habe in dieser Zeit wieder viel über meinen Körper kennengelernt.

Comeback

Nach sechs Monaten konnte ich wieder spezifisch für mein Comeback trainieren. Im Juli nahm ich als „Trainingseinheit“ beim Ironman Austria teil.
Ende August startete ich beim Ironman Kentucky und uberglucklich uberquerte ich die Finishline als Dritter. Das war ein phantastisches Gefuhl. Nur zwei Wochen später stand der Ironman Wisconsin an. Hier hatte ich, obwohl ich 5 Minuten zu spät am Start war (Probleme mit meinem Raceeinteiler), den 6. Platz belegt. Der bis heute bestehende Marathonstreckenrekord verhalf mir dazu.

DAS TRIPLE

ECP- PHX- CUN, das sind die Airportcodes meiner Destinations in 3 Wochen.
Als einziger Athlet startete ich bei 3 Ironman in 3 Wochen.
Und diese alle auf Weltklasseniveau. Top-10. Das waren allein drei Marathon (alle unter 2:50h) in drei Wochen. Mit dem Ironman Florida beginnend, gefolgt vom Ironman Arizona,

welcher für mich viel bedeutete, da ich ein Jahr zuvor diesen schrecklichen Unfall hatte und abgeschlossen mit dem Ironman Cozumel, Mexico.
Dieses Sache brachte mich sowohl logistisch und körperlich an meine Grenzen. Es war eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich habe soviel über Regeneration, Ernährung und die mentalen Faktoren gelernt.

Today ́s Life

Unternehmer Coach Autor Model 

Meine gesamte Karriere als Profisportler gibt mir die Erfahrung, das Wissen und die Power, in mein Coaching umzusetzen. Triathlon unspezifisches Training (Krafttraining, Functional Training etc.) und die Tatsache alle möglichen verschiedenen Diäten in Verbindung mit jeglichen Trainingsmethoden an mir selbst ausgetestet zu haben, führt zu einem unvergleichbaren Know-How, wie Menschen sich effektiv fit und gesund halten können. Dieses gebe ich mit Passion für einen „Healthy Lifestyle“ weiter. Das teile ich in der Socialmedia und Publikationen wie Zeitschriftenartikeln. Mein erstes Buch erschien im Dezember 2016 und ein weiteres ist in Planung

Des Weiteren bin ich als Berater für Unternehmen im Bereich Sport, Media Produktionen, Fitness, Ernährung Gesundheit und Socialmedia tätig. Ich organisiere, plane und führe sowohl Reisen für Unternehmen aus als auch meine eigenen Fitnessreisen. Ob Tagesseminare, Wochenenden (Longrée FitDays) oder ganze Wochen (Longrée FitWeeks)

Eine stetig steigende Palette an Nahrungsergänzungsmittel befindet sich auf den Markt. Im sozialen Bereich bin ich in der Freddy Fischer Stiftung tätig und leite das Projekt „Social Personal Training“ für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen.

LONGRÉE ist ein Lifestyle Brand, das ich mit voller Überzeugung und Passion weiter ausbaue.

 

Fotos von Isaak Papadopulos und Inger Diederich

Ausschnitt aus Erfolgen

  • Ironmansieger
  • Sieger Almere Classics
  • Ironman Amateur Weltmeister Kona, Hawaii
  • 3 mal Top-20 Ironman World Championships Hawaii
  • 3. Platz Ironman Austria
  • 3. Platz Ironman Coeur d´Alene
  • 3. Platz Ironman Louisville
  • 3 Ironman in 3 Wochen
Share it...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn